Irgendwie war ich naiv, als ich meinen Blog angefangen habe. Wahrscheinlich hielt ich mich selbst für so eine großartige Person, dass es nur ein Erfolg werden kann, wenn ich von mir erzähle. Schaut man allerdings objektiv auf die ganze Sache, gibt es nur eine Minderheit die mich wirklich kennt, und die Interesse an Berichterstattung über lokale Festivitäten hat. Auch möchte nicht nicht (mehr) jedes kleine Detail von meinem Studienalltag erzählen.
Es existiert generell eine riesige Lücke dazwischen wie die Zielgruppe einer Website, in meinem Fall meinem Blog, wirklich ist und wie man sie gerne hätte. Kein Witz. Man stellt sich das so schön vor: Ich bin witzig und smart, jeder empfiehlt mich weiter. Ein gewisser Zug von Größenwahnsinn wird mir sicher jeder geneigte Leser bestätigen. Doch in Wahrheit kommen 70% meiner Seitenaufrufe von Suchmaschinen. Und das halt über Berichte über mein System oder die Studiengebühren, was meine engen Freunde kein Stück interessiert.
Dies ist aber auch ein Problem von größeren Seiten. Oft wird die Zielgruppe mit einem gewissen Wunschdenken festgelegt. Deshalb floppen auch im Prinzip richtig geniale Ideen. Einfach weil man bei einem Web 2.0 Dienst z.b. nicht beachtet das die blinde Masse einfach nur konsumiert und nicht produziert. 90% des Contents einer Website kommen von 10% der User. Grob gesagt.
Aber ich schweife ab. Ich weiß nicht genau, ob das jetzt das Ende meines Blogs ist. Jedenfalls das Ende meines Blogs, wie er zum Teil war. Ich werde nicht mehr über jedes Spiel berichten, das ich mir gekauft habe, nicht mehr von meinem Studienalltag berichten und nicht jedes kleine Linux Problemchen erörtern. Eine kleine Anmerkung aber sei mir noch erlaubt, so zum Abschied: Heute kam mein Vertrag für das Praxissemester im IBM Forschungszentrum Böblingen – yay
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Ich will definitiv weiterhin publishen, Texte schreiben. Einfach nur weil ich schreiben will. Aber in welche Richtung es sich entwickeln wird ist noch ungewiss. Jedenfalls werden die Beiträge mehr von mir und nicht über mich (oder meine materiellen Güter) sein.