Heute mal ein wenig niedergeschlagen
.Ich musste feststellen das die Motivation die man im Vorfeld zu Projekten von Freunden bekommt meist trügerisch ist. Ich will jetzt nicht meinen Freunden die mich zu bangR motivierten unterstellen mich im Stich gelassen zu haben sondern viel eher über den Prozess den ich (und nicht mein Projekt) durchgemacht hat, schreiben.
Nach gut 300 investierten Stunden in bangR (bzw. dem Nachfolger bangRnews) kann ich sagen, dass es bei einem Projekt viel mehr auf die tatsächliche Umsetzung als auf gut gemeinte Visionen an kommt. Ist das Benutzerinterface nicht stimmig, und birgt das Projekt nichts wirklich neues bringen auch die besten Freunde nichts, denn im Alltag sieht es dann doch wieder etwas anders aus. Jeder nutzt nur die Seite die ihm auch Tatsächlich etwas bringen, und ist ein Produkt fehlerhaft oder schlecht wird es auch nicht benutzt werden.
Als kleinen Prozess den ich durchlaufen habe, kann ich sagen dass ich bei jedem größeren Projekt mehr Zeit im voraus zum Planen aufwände und nichts desto trotz meist schon nach einigen Wochen des Codens nicht mehr mit der Konzeption zufrieden bin. Im Gegensatz zu den Ansätzen von 2-3 Projekten vor bangR habe ich es dieses mal komplett durchgezogen. War sicher kein Fehler, dadurch ergaben sich Schlüsse die ich bei der Planung zukünftiger Projekte niederschlagen werden. Schlussendlich wächst man immer an den Aufgaben denen man sich stellt und ich kann mit Sicherheit behaupten mich keinen kleinen Aufgaben gestellt zu haben.
Ein Problem war sicher auch das ich bis jetzt immer die Verwendung von Frameworks strikt ablehnte aber in Zukunft sicher darauf zurückgreifen werde, wenn ich nicht komplett auf Ruby on Rails oder Konsorten mit denen ich mich im Moment befasse, umsteige. Momentan fange ich jedenfalls kein privates Großprojekt mehr an ohne selbiges bis in die letzten Details durchgeplant zu haben.
Als Fazit kann ich sagen das zwar durchaus kritische Meinungen von Freunden mit einbezogen werden sollten, aber man kein Projekt nur in einem Freundeskreis etablieren kann. Denn weit darüber hinaus wird es nämlich nicht getragen wenn die Idee nicht wirklich innovativ ist oder es an einem geeigneten Interface mangelt. Bei dem Newsaggregator der jetzt unter bangR abzurufen ist fehlt es sicher nicht an der Idee, sondern viel mehr an einem geeigneten Interface. Nicht nur die Textabsätze, irgendwie fehlt der Überblick das man jeden Tag gerne drauf schaut – und auch am Algorithmus muss noch gearbeitet werden. Aber ich kann sagen, dass der geneigte Leser an dieser Stelle sicher schon bald über Neuerungen informiert wird.