Der Rennpinguin ist gestartet
Gentoo ist eine Rasse von Rennpinguinen (in welcher Sprache habe ich jetzt vergessen). Aber auch eine Linux Metadistribution. Meta insofern, als das man ein Linux bekommt mit einer stinknormalen Shell auf der man sich alles aufbauen kann. Es ist einfach das schlankeste und optimierteste Linux das man sich vorstellen kann. Das Packagesystem Portage läd nur die Quellcodes der Programme runter (C / C++ / Ruby / Python / Perl) und kompiliert die auf das eigene System mit den Optionen die man braucht (z.b. wird keine Gnome Unterstützung mit hinzukompiliert wenn man KDE nutzt). Dadurch erhält man schlanke und auf die Architektur des eigenen Systems optimierte Programme. 64-Bit Support ist absolut kein Thema. Endlich kann ich die 64-Bit Features meines inzwischen über 3 Jahre alten AMD Athlon 64 3500+ ausnutzen, da für Programme die keine 64-Bit Architektur unterstützen auch noch 32-Bit Librarys vorhanden sind. Einen solchen Kompromiss sucht man bei Windows leider vergebebens. Da nutzen ja höchstens 10% eine 64-Bit Architektur wegen mangitelndem Treibersupport. Jedenfalls startet die komplette Oberfläche in 2-3 Sekunden – so schnell kommt Windows nicht mal aus dem Ruhezustand raus. Zeitaufwand:
Montag 6 Stunden erste Installation.
Dienstag und Mittwoch 10 Stunden zyklische Abhängigkeiten der Pakete untereinander analysiert und versucht zu beheben, bis am Ende alles zerstört war. Anschließend erneutes Installieren.
Donnerstag scheint es recht gut zu laufen, keine zyklischen Abhängigkeiten. Allerdings ließen sich einige Sachen wegen sandbox nicht kompilieren. Sandbox sorgt einfach gesagt dafür, dass das Kompilieren und Eingliedern von Programmen problemlos abläuft. Die Lösung war Sandbox ohne das Sandbox-Feature zu kompilieren. So widersprüchlich wie das auch klingen mag.
Heute habe ich über Nacht (ich schätze mal 5 Stunden) dann KDE komplett fertig kompiliert und konnte es heute morgen starten.
Jetzt kommt noch ein bisschen gefrickel, damit die USB Soundkarte (die in die Logitech Z-10 Lautsprecher integriert ist) funktioniert und ich einen zweiten Monitor ansprechen kann.
Einen riesengroßen Dank möchte ich auch noch an Hoodow loswerden, der mir mit tek wahnsinnig geholfen hat. Auch bei der ersten Installation die sich ja leider ins Nirvana aufgelöst hat..
Im großen und ganzen das wohl nerdigste Betriebssystem, dass man sich vorstellen kann. Erheblicher Aufwand für ein optimales Ergebnis – genau mein Ding!

am 01.02.2008 um 16:45
LFS ist noch einen Tick nerdiger *g*
am 01.02.2008 um 16:48
grats
am 01.02.2008 um 18:09
Sehr cool, ich komme in den Semesterferien hoffentlich nach. (Vorausgesetzt ich bekomme es zum laufen!)
Werde mich dann wohl ab und zu bei dir erkundigen wenn ich stecken bleib.